K - k
kabá
fertig machen, vollenden; fertig werden mit einer Arbeit; gethan es ist gethan od. geschehen! laß gut seyn! sey zufrieden! und; aber; schon.
kabri
eine Art braunes Holz, Bruynhart genannt, das allerdauerhafteste sowol in der Erde als in der Luft; es wird auch von keinem Wurm gefressen.
kabúgru
die Karbuten, eine an der Kopename wohnende Nation, die von Indianern u. Negern zusammen entstanden ist.
kadjù
eine hiesige Frucht u. Baum.
kai
fallen, herunter fallen; vorkommen; wiederfahren; sich an eine Sache machen, eine Arbeit angreifen; von Weibern die monatliche Reinigung haben.
kaihosso
das Haus, wo sich die Weiber während der Reinigung aufhalten.
kakka
Koth, Mist; kaken; häßlich; ein Hahn.
vool kakkà
die Schmarotzer Pflanzen, die aus dem von den Vögeln ausgestreuten Saamen, auf anderen Bäumen wachsen.
kakki
den Hahn an einer Flinte aufziehen.
kakraku
ein hier sehr häufiger Fisch, dessen Kopf u. Leib, ausser dem Schwanz eine so harte Schaale wie ein Schild hat, von einem schlechten u. unreinen Geschmack.
kallabas
ein Baum, deßen Fracht ausgehöhlt u. die Schaale zu Schüsseln, Löffeln, u. dergleichen gebraucht wird.
kamba
die mitlere Art Schildschweine.
kamina
eine Art von Korb, Fische zu fangen:.
kamisha
ein schmaler langer Lappen, womit die Männer ihre Schaam deken.
kamma
eine von rohr geflochtene Matte, um darauf zu schlafen; jeder zum Schlafen eingerichte Plaz; ein Bett.
kandêa
ein Licht, ein Baumharz, das wie Schwefel brennt, welches die Neger zum Leuchten brauchen.
kándu
irgend etwas, das man an einem Ort hinhängt oder aufstellt, zum Zeichen, daß da niemand gehen, oder nichts nehmen soll; ohngefähr wie der Strohwisch in Deutschland, nur daß die Neger eine unbeschreibliche abergläubische Furcht davor haben, u. demselben sehr böse Würkungen zuschreiben. Die ihnen fürchterlichsten Arten sind:.
tsjipoppo
Steine, Zuker-Rohr oder dessen blätter.
kangra
die abergläubige Probe, wodurch die Neger entscheiden, ob einer das, dessen er beschuldigt wird, gethan hat, oder nicht. Erst wird die Zunge des Menschen mit der Asche eines gewissen Krautes /: aber was für ein Kraut? das ist ein großes Geheimniß:/ bestrichen, u. darauf eine feine Feder von einem Huhn durch die Zunge gestochen. Geht die Feder ohne Hinderniß durch, so ist der Mensch unschuldig geht die Feder nicht durch, sondern bricht, so ist er schuldig.
kanti
schief stehen, auf eine Seite hängen; die Kante der Rand.
kapashî
die kleinste Art von Schildschweinen.
kapwiwa
(od. auch watrahagu), ein Waßerschwein od. Wasserhaase, ein 4füßiges auf dem Lande u. im Wasser lebendes Thier, dessen Fleisch sehr wohlschmeckend ist.
karapà
ein Baum dessen Holz im troknen lange dauert; wenn man aber die Rinde nicht abschält, so wird von Würmern zerfressen. Die Frucht dieses Baums hängen die Neger an einen Faden ins Wasser, u. schiessen alsdann, die Art Fische morokò, die sehr lüstern darnach sind, mit dem Bogen.
karo pau
eine Kolbe Welschkorn, das Stroh.
kassinja
eine kleine Hütte zum übernachten im Busch.
kattantri
ein Baum der sehr gerade u. hoch wächst, u. eine schöne Gestalt hat. Er ist ein vornehmer Gott der Neger.
kekè
die Spindel, worauf gesponnen wird.
kendi
warm, heiß seyn, heiß; die Hitze.
kengisi
eine Art Schneidgras, mit sehr schmalen Blättern.
kibenge
eine irdene Pfanne; die Kassabi Platte, eine Scherbe.
kibri
verwahren, bergen, versteken.
kikki
auf die Seite stoßen, verschieben, rüken.
kilja
auferziehen, pflegen.
killi
tödten, Verdruß machen, schaden thun.
kishi
kriegen, empfangen, bekommen, treffen, beym schiessen.
kodôh
ganz allein, von allen verlassen.
koffre
die Holzläuse, wenn sie Flügel bekommen haben; welches geschieht, wenn sie Eyer legen wollen.
kojó
ein Lappen 2 Hand breit, womit die Mädgen sich deken.
kokoabra
eine Art von Marupabäumen, kleiner als tjabisi, größer als srapati. Die Frucht ist eßbar.
kokro
die äussere Baumrinde.
kolla
eine Art Muscheln oder Schnekenhäusgen, welche die Neger sich umhängen.
komakkò
große braune Ameisen, welche die Blätter von den Bäumen abschneiden, u. in ihre Löcher tragen.
kombotto
ein Baum u. deßen Frucht, die wie Mirabellen aussieht u. angenehm schmekt.
komm
kommen, werden, entstehen.
kommotto
aufstehen, herauskommen; woher kommen.
kongroman
ein tükischer, oder listiger Mensch.
konni, od. kunni
Weisheit, Klugheit; Verstand; Wissenschaft; Geschiklichkeit; gescheut, verständig, geschikt seyn.
koshi
schelten; schimpfen; ein Schimpfwort.
kotti
schneiden, hauen, zerreißen.
kotto
kält (sic!); Kälte; frieren, beruhigt, vergnügt, erfreut; feucht seyn, aber nicht naß .
krabátu
ein Holzbok, ein Ungeziefer, daß sich an Thieren u. Menschen ansezt u. Blut saugt.
krabu
Krabben, eine Art Krebse.
krabùka
stille schweigen, das Maul halten.
krakra
hitzig über die Arbeit seyn, emsig arbeiten.
kramaù
todte Kohlen. glühende heißen soka.
krapusha
ein Huth; eine Mütze; alles womit man den Kopf bedekt.
krashi
jucken; böse seyn; bös; aufgebracht.
kreh
schreien, jammern, weinen.
kreôl
alles, was hier im Lande gebohren ist.
matu kreol
die Neger, die hier im Busch geboren sind, die nicht selber Sclaven gewesen sind.
krokka
schlüpfrich seyn; entschlupfen, ausglitschen, abglitschen.
kroshu, od. kloshu
alles Zeug, Leinwand, Kleidung; W. insbesondere ein Stück Leinwand 2 Ellen lang, womit sich die Weiber bedeken.
kruboi!
es wird ganz mit dir aus seyn! ich werde dich nicht mehr sehen!
krukkutu
krumm; eine kleine blutsaugende Fliege.
krumentu
die Gichtschmerzen in den Knochen.
kruttu
der Rath, Rathsversammlung, das Gericht; etwas mit einander ausmachen, überlegen, eine Sache untersuchen, entscheiden; der Proceß.
ku
das Gesäß, (das hinterste an allen Dingen;) der Stamm, Stock einer Pflanze; Aufschlüße; Einsichten.
kuja
eine Schüßel von Kallabas, wenn der Schnitt durch den Stiel u. Blüthe geht. (Ist aber der Kallabas in der Mitte der Breite nach durchschnitten, so heißen die Gefässe tappadorro.).
kuleh
laufen, fließen, ausrinnen, auslaufen:.
kumsakka
der Kumpsack, ein nasser Ausschlag, der sehr jukt, u. recht schmerzhaft werden kann.
kumù
eine Frucht, die den Schlee sehr ähnlich ist; man erweicht sie mit lauem Waßer, zerquetscht sie, u. vermengt den Saft mit zerriebenen Kassabi u. gelben Bananne od. Syrup; diese ist eine nahrhafte u. gesunde Speise.
kunji
ausdrücken, auswinden.
kupawa
ein gewißer Baum, von welchen Faßreifen gemacht werden. Er giebt auch ein vortreffliches Oel in grosser Menge.
kurrukurru
eine wie ein weitläufiges Netz geflochtene Art schmaler, aber hoher Körbgen.
kushiri
eine kleine Art Affen mit gelben Pfoten.
kushuweh
die rothe Farbe, womit sich die Leute bestreichen.
kutju
einziehen, zusammen ziehen. Das Wort wird meist nur von Thieren gebraucht; z.B. was vom Menschen heißt a dubla mau, er hat die Hand eingezogen od. die Finger zusammen gelegt, das heißt bey einem Thier kutju, als: dago tann kutju, der Hund hat die Füsse eingezogen, nicht ausgestrekt. Doch sagen sie auch vom Menschen, a tann kutjù, wenn er mit krummen Rüken sizt u. den Ellbogen aufs Knie stüzt .
kuwálu
ein haufen zusammen-gelegt Reissig.
kwaijambro
ich will dir nichts verschweigen, ich will dir alles sagen.
kwamba
der Hunger nach Fleisch od. Fisch, gutes Essen; die Wollust.
kwatriwójo
eine große Katze od. Iltis; das Weibgen trägt die Jungen in einen Sack, wie der awáli.
kwattri
ein Tragband, von der Rinde eines Baums, der ebenso heißt.
kwefa
eine genähete Mütze.
Copyright © 2000